Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band sechstes Heft
- Article
- Über den Artikel "Literatur" in der Sulamith
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 341 (sequence 5)
- Language
- German
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341 die Fähigkeit der Mittheilung erhalten, und aus Bequem« lichkeitsliebe, aus Trägheit, aus verwerflichem Eigennutze und Furcht vor Menschen, oder aus was sonst für selbst!- schen oder kleinlichen Rücksichten dasselbe unterdrückt; denn dadurch wird der Geist der freien Rede gehemmt, welcher bestimmt ist, Licht und Wahrheit in alle Welten und Negionen zu fördern, einen steten Wachsthum im Guten zu bewirken und die Verherrlichung Gottes unter seinen Geschöpfen immer mehr und mehr zu verbreiten. Diese.Pflicht^. die erkannte Wahrheit nicht zurück zu halten, wird aber um so heiliger, wenn wir sehen, daß das Volk, zu dessen Religion wir uns bekennen, aus krummen und verkehrtem Wege geht, und die kräftige Rede, das lichtvolle Wort dasselbe wieder auf den Pfad des Rechten hätte bringen können, da wird Schweigen Sünde und durch Unterdrückung des Wortes, Raub an unfern Mitmenschen verübt; denn also heißt es: ״Wenn ich verstumme und still bin, auch schweige, wo ich das Gute hätte fördern können;— so wird Schmerz mich einst betrüben." (Ps. 39, 3.) Und wieder heißt cs: ״ Entziehe nicht das Gute dem, welcher einen rechtmäßigen Anspruch darauf hat, da es ja Gott hiezu in deine Hand gegeben." (Sp. 3, 27.) . Hören wir auch noch das Buch Chasidim tz. 530. ״Wer will den Geist Gottes bestimmen? (Jes. 40, 13.) Denn der Hochheilige, gelobt sei sein Name! beschließet, wer ein Weiser sein, und worin seine Weisheit bestehen, wie viel Jahre er leben und wie viel Bücher er in dieser Zeit verfassen und an das Licht der Welt bringen soll. — Gott verleihet seine Gaben in nicht gleichem Maße. Die« sem wirds gegeben, daß er Ein Buch; jenem, daß er zwei, und einem dritten, daß er drei und mehrere Bücher verfassen kann; dem Einen in der Erkenntniß der traditionellen Lehre, dem Ändern in der Schrifterklärung und wieder einem Andern in andern noch nicht genug erkannten Erkenntnissen. Wem aber der Hochheilige, gelobt sei sein