Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
- Article
- Aus brieflichen Mittheilungen an den Herausgeber dieser Zeitschrift [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 330 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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330 Bürgerpflicht audf) nurim Mindesten hindere. Darin war man allgemein übereinstimmend, Wenn man in andern Religionsgegenstanden es nicht war, so dürste wohl dieses nichts weniger als auffallend sein, und keine Versammlung der Art aus'welchen Glau- Lensgenossen nur immer, wenn sie nicht aus Indifferentsten besteht, wird völlige Übereinstimmung zeigen. Man mache den Versuch mit Katholiken und Protestanten, und das Resultat wird kein anderes seist. Bei dem'Stande der Wissenschaft heutigen Tages, bei den Ansichten über Religion, nicht nur der Jüdischen, sondern aller Religionen, ist es unbegreiflich, wie man, und dazu von einer so gemischten Versammlung, völlige Übereinstimmung erwarten und fordern will. Überhaupt hat sich über diese Synode so viel Irriges und Unwahres verbreitet, daß eine getreue Darstellung derselben veröffentlicht werden dürfe und Res. wird sie denp nächst zu geben die Ehre haben. *) j}r nr Aus Königsberg in Preußen, vom 4, Dezbr. 1837, — -״ — י־ Daß Ihre Zeitschrift (die Sulamith) wieder regelmäßig erscheint, wird auch bei uns mit freudiger Theilnahme betrachtet; denn wenn gleich bis jetzt nur wenige Exemplare hieher kommen, so haben diese wenigen doch viele Leser, die Ihrem unermüdlichen Eifer für die gute Sache dankbare Anerkennung zuLheil werden lassen. Der neue Geist, der sich überall in Israel zu regen heginnt, ist ein merkwürdiges Zeichen von der Elasticität unseres Volks; trotz vielhundertjähriger Unterdrückung schreitet es rüstig dem Ziele geistiger und bürgerlicher Freiheit entgegen und scheint durch Thätigkeit nachholen zu wollen, was die träge Schlaffheit der Vorfahren versäumte. Sie, geehrter Herr Direktor, waren einer der ersten, die diesen neuen Geist in dem verachteten Volke zu erwecken suchten: Dank Ihnen und den anderen muthigen Vertretern der Wahrheit, bald wird selbst der böswilligste Gegner die Erhabenheit unserer Religion und die Freiheitswürdigkeit ihrer Bekenner nicht mehr zu bestreiten wagen. Auch aus unserer Stadt kann ich Ihnen manches Erfreuliche berichten. Nach langem Bemühen ist es uns gelungen, die Beerdigungszunft zur Errichtung eines Leichenhauses, so wie zu einer anständiger» Bestattung der Todten zu bewegen. Das Reinigen *) Die mittlerweile eingetroffenen und bereits dem Drucke von uns übergebenen interessanten V e r h a n d l u n g e n dieser Synode werden im l.. Hefte dieser Zeitschrift mitgetheilt wer- ' den. D. H.