Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
- Article
- Aus brieflichen Mittheilungen an den Herausgeber dieser Zeitschrift [Nachricht]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 331 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- correspondence
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— 331 — und Einsacgen der Tobten findet von jetzt an entweder im Leichen- Hause (wie bereits längst nur im Leichenhause in vielen Gemeinden, z. B. in Deßau, Berlin u. s/w. D. H.), oder, wenn die Angehörigen es wünschen, im Sterbehause Statt; die Beerdigrmg erfolgt erst am vierten Tage. Nahe bevorstehend ist ferner eine Reform des Gottesdienstes mit deutscher Predigt und deutschen Gebeten, wie auch die Errichtung einer Anstalt zur Ausbildung jüdischer Volkslehrer, für welche ein hiesiger Kaufmann eine sehr ansehnliche Geldsumme hergegeben hat, u. s. w. -Indem ich Ihrem gemeinnützigen Unternehmen ferner das beste Gedeihen und Ihnen selbst Gesundheit und Kraft wünsche, um den dereinstigen Sieg der Wahrheit noch mitzuseiern, habe ich die Ehre u. f. w." *) Berichtigung. (Über die in der Bibel angegedenen Jahreszahlen.) Ohne über diesen schon vielfach besprochenen Gegenstand mich in eine weitläuftigeUntersuchung einlassen zu wollen, erlaube ich mir nur, hier eine Bemerkung mitzutheilen, die mir der Beachtung -nicht unwerrh scheint. Im 4. Heft dieser Zeitschrift S. 250, wird nämlich aus einem Werke des verstorbenen Professors Rask angeführt, daß die Jahre von Adam bis Noah nur Monate gewesen seien. Ich habe das Werk selbst zwar nicht zu Gesicht bekommen, und kenne deßhalb auch die nähere Motivirung ׳dieser Ansicht nicht. Worin diese aber auch bestehen mag, so scheint mir diese Ansicht in der Bibelselbst ihre Widerlegung zu finden, und zwar in den genauen Zeitbestimmungen bei der Geschichte der Sündfluth. (1, B. M. Kap. 8.) Hier wird die Zeit, in welcher die Wasser zugenomrnen, auf 150 Tage angegeben, was schon beweist, daß ein Jahr aus mehr Tagen bestand; und noch deutlicher geht dieses *) Das uns angezeigte, am 8. November 1837 erfolgte Ableben des in vielem Betrachte schätzenswürdigen Hrn. Stadtraths Samuel Wulf Friedländer in Königsberg in Pr. muß jeden, der diesen wissenschaftlich gebildeten wohlthätigen Beförderer alles Gemeinnützigen kannte, sehr betrüben. Seit dem Jahre 1809, seitdem er ein Abonnent unserer Sulamith wurde, standen wir mit diesem Edlen in freund-׳ schastlicker Korrespondenz und hatten oft Gelegenheit, seinen edlen Sinn für alles Gute kennen zu lernen. Sanft ruhe seine Asche! , D. H.