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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft · p. Seite 311

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Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
Article
Gusikow
Date
1834-01-01
Page
Seite 311 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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311 gab, und welche auch die berühmten Reisenden La martine und Mich and hörten, faßte er auf Veranlassung des großen Geldverdienstes und auf den Rath des kunstsinnigen Grafen Woronzow, auf dessen Schlosse er einige Zeit lebte, zuerst den Entschluß zu der großen, und so unerwartet erfolgreichen Wanderung durch Europa, auf der er jetzt (1.836) sich noch befindet, und aller Welt den Beweis liefert, wie selbst in dem Unscheinbarsten eine göttliche Kraft lebt. Über Minkalaczew, wo er vor dem Admiral Grey spielte, ging er nach Lemberg, Krakau, Wien u. s. w. In letztgenannter Stadt besonders, war der Beifall, den er erhielt, ungeachtet ihm ein nur schwacher Ruf vorausgegangen, beispiellos. — Abgesehen von der bewundernswerthen Virtuosität, welche er auf dem allerdings noch immer mangelhaften Instrumente entwickelt, gewährt der Besuch der Concerte Gusikow's, dem sinnigen und füylenden Kunstfreunde, ein , ganz eigenthnmliches Interesse. Ist die Menge versammelt, in gespannter Erwartung still, so erscheint der polnische Jude mit dem langen Barte, aber in moderner Tracht, seinem bleichen wehmüthigen Augesichte, de» ernsten Zügen voll Kummers, wie zu der Zeit, wo — wie Saphir sagt — seine Vorfahren ihre Harfen an die Trauerweiden Babylons hingen, eine fremde Gestatt, umgeben von vier ihm Gleichenden (darunter ein Aterer Bruder, der ihn auf der Violine accompagnirt); einige Bündelchen Stroh werden gebracht, und viele Stückchen Tannenholz; man schaut und lächelt; die schwachen metalllosen Töne, die dem Holze durch, kunstverständige, naturbemeisternde, geniale Berührung entklmgen, schlagen fremdartig an das Ohr, und man sieht sich Anfangs unbefriedigt an; aber alsbald wird man unwiderstehlich hingerissen, man kann sich der Begeisterung nicht mehr erwehren, und Töne des Staunens entpressen sich der Brust; die Blässe des eigenen Antlitzes des Spielenden, Spuren schwerer körperlicher Leiden, die seine tiefmarkirten Züge

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