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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft · p. Seite 303

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
Article
Einige Bemerkungen über den Aufsatz des Herrn Dr. Freistadt: Haben die Juden Glaubensartikel oder nicht?
Date
1834-01-01
Page
Seite 303 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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— 303 — scher Strenge bewiesen, daß das Gegentheil sich gar nicht denken läßt? Ist es auch wahr, daß die dogmatischen Lehrbegriffe der nach Kant austretenden Koryphäen der neuesten Philosophie sich als unhaltbar erwiesen, und mit raschem Schritte ihrem Untergange zueilend, bald nur der Geschichte angehören werden; wer weiß, ob nicht in kurzer Zeit — und wir sehen ihr mit Sehnsucht entgegen — dem Menschengeschlecht ein Zweig entsproßt, auf dem der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit ruht, der mit den Waffen seines Mundes die Kritik, den scheinbar unüberwindlichen Goliath, besiegt, der mit tiefem Blick in die Natur und Organisation unseres Seelenlebens die menschliche Vernunft wiederum in ihre unverjährten Rechte einsetzt, und in allen unbefangenen Freunden der Wahrheit die erhebende Überzeugung begründet, daß unsere Intelligenz auf die Erkenntniß des Wirklichen nicht zu verzichten brauche, und daß den auf eine ächte Erkenntnißtheorie sich stützenden metaphysischen Ideen ein objektiver Charakter zukomme? , Wie stände es dann, Herrn l)r. Freistadt nach, um die Glaubensartikel im Judenthum? Würde man sie aus unseren Katechismen streichen, und als Zeichen der Huldigung jenem philosophischen Messias zum Opfer bringen müssen? Doch diese Frage trifft Herrn Dr. Freistadt nicht, indem sie etwas, nach ihm rein Unmögliches vorausfetzt. Wir wollen nicht darüber streiten, wiewohl es unerklärlich bleibt, wie er das Festhalten an ein dogmatisches System und die Aufstellung der Glaubensartikel im Judenthum für so ganz unvereinbar hält, da ihm doch wohl nicht entgangen sein kann, daß Maimonides selbst, der erste, der die Glaubensartikel im Judenthume zur Sprache brachte, dem ״krassesten" Dogmatismus *) huldigt; und wiewohl *) Vergl. More B. 3, 54. ״ Insofern dieVecnunftwahrhciten im Gesetze als überliefert dargestellt, aber nicht durch Be.

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