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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft · p. Seite 297

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
Article
Altes und Neues
Date
1834-01-01
Page
Seite 297 (sequence 20)
Language
German
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297 — , Anfangsgründe der arabischen Sprache, nebst Erklärung der Lokman'schen Fabeln und der zweiten Sure des Koran's. Erklärung der Chrestomatie von Kosegarten, ver- Kunden mit Übungen im Lesen arabischer Manuscripte. Persische Sprache, mit Erklärung der Wilken'schm Chrestomatie. Das Leben Mohameds und der vier ihm folgenden Chalifen. _ ״ In Bischo f's kriminalistischem Journal findet man den höchst tragischen Proceß eines Juden, der die Verachtung seines Volks nicht ertragen konnte, in ein fremdes Land ging, *) sich unter die Christen mischte, *) Welches fremde Land mag dies wohl sein? Ist eS Frankreich, oder Belgien? In diesen Ländern bedarf cs zwar allerdings bei Verheirathungen der Vorzeigung eines Taufscheins nicht, da der Staat nur die Civiltcauung beim Maire allein als gültig anerkennt und sich um die ctwanige nachherige priesterliche Einsegnung nicht bekümmert; allein in diesen Ländern weiß man auch wieder wenig oder gar nichts von solchen schrecklichen Vorurtheilen gegen die Juden. ' In fast jedem andern christlichen Staate hätte doch aber wohl dieser Bräutigam dem betreffenden christlichen Geistlichen vor Verrichtung der Trauung seinen Taufschein vorzeigen müssen. Oder war er etwa wirklich schon getauft und seine jüdische Geburt und Abkunft hatten einzig und allein bei jener christlichen Familie ״Hohn und Verachtung" erregt? Zu welchenBetrachtungengiebt jedenfalls diese ״ wahreGeschichte" reichen Stoff! Waren denn aber nicht die größten und wichtigsten Männer und Lehrer der Menschheit, waren nicht Moses, der König David, der König Saftomo, Jesaias u. a. m., ja waren denn nicht selbst die ersten verehrten Lehrer des Ehristcnthums von jüdischer Geburt und Abkunft? — Wem fallen wohl hierbei nicht unwillkühclich jene Worte des Klösterbruders in LessingS ״Nathan der Weise" ein: Und ist denn nicht das ganze Christenthum Auf's Judenthum gebaut? — — — u. s. w.

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