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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft · p. Seite 295

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band fünftes Heft
Article
Altes und Neues
Date
1834-01-01
Page
Seite 295 (sequence 18)
Language
German
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295 wägung der Mittel, die zu demselben hinführen können, die mehrfach durch Erfahrung erhärtete Thatsache nicht zu vergessen, daß die ״Verschmelzung der Sitten," falls sie einen Rechts- oder Pflichtgrund abgeben kann, — weit sicherer durch die Emancipation selbst herbeigeführt wird, als durch fortgesetzte Absonderung."— (Phönix.) Daß auch in der Badenschen Stä'ndeversawmlüng im Jahre 183/ die völlige Emancipation der Juden nicht genehmigt worden, .ist bereitsten so durch die politischen geäußert wurde: der Staat möge die Kosten übernehmen, man von der Ansicht ausging, daß, insofern die Bayrischen Israeliten alle Staatslasten gleich den Christen tragen, und somit zu dem Postulat für Kultus, also auch-für die katholische und protestantische Oberkirchenbehörde ihren Beitrag liefern, auch diesem Theile der Population das Reciprocitätsrecht, in Bezug auf Besoldung der zu errichtenden Oberkirchenbehörde in Anspruch zu nehmen, nicht verübelt werden könne , (für die Israelitischen Schulen ist nunmehr ein Beitrag aus den Staatskassen bewilligt worden),—'- und daß endlich das im tz. 16. der Bundesakte gegebene Versprechen: ״den Israeliten sollen gegen Übernahme aller Bürgerpflichten auch alle Bürgerrechte ertheilt werden " — in Erfüllung gebracht werde. — So ist denn wirklich in der ״Landbötin" ein gehässiges Bild über dm Fortschritt der Civilisation der Israeliten Baierns, und zwar lügenhaft, entworfen und hingestellt, indem dort angegeben ist, als habe die hohe Staats-Regierung eine Oberkirchenbehörde einrichten und einen Lehrstuhl für jüdische Gottesgelahrtheit aufstellen wollen, und nur die Mittel nicht dazu, weder im Budget, noch bei den Israeliten finden können, — da doch, die Sache bloß in Frage gestellt worden ist, und die allseitige, freiwillige Beschickung der Synoden, die den Israeliten mehr als 12,000 Fl. gekostet, so wie die, nach dem Ausdrucke der Regierungs-Commissaire, zur gänzlichen Zufriedenheit der hohen Staats-Regierung bei allen Synoden gethanen Schritte zur Verbesserung gerahe das Gegentheil beweisen dürften^ D. H.

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