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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band viertes Heft · p. Seite 249

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
Article
[Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 249 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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249 Begriff steht, den Juden in den Provinzen Sachsen, Westphalen rc. bedeutende Rechtserweiterungen zuzugestehen. — Wahrlich, von allen Ländern Europa's bleibt nur noch übrig Sardinien — wo man auch den Protestanten nicht das geringste bürgerliche Recht gewährt, — ferner Spanien, Portugal und Basel-Landschaft, wo es bereits seit Jahrhunderten keine Juden giebt! — - Dort müßte also nach den Gesinnungen der Judenfeinde — das Eldorado für den christlichen Gewerbstand blühen! Nun, wie weit dies der Fall ist, brauchen wir wahrlich nicht zu sagen! — Schwerlich möchte wohl das blühende Sachsen den Institutionen dieser zuletzt genannten Staaten nachahmen wollen!.*) *) Der Herr Verfasser scheint hier noch ein liebes Europäisches Land vergessen zu haben, denn in Norwegen, wo es auch weder Edelleute noch Katholiken giebt, dürfen ja keine Juden rn’S Land kommen. Und, doch ist es ein von prote st an tischen oder evangelischen Christen bewohntes Land, wo ein solches intolerantes barbarisches Gesetz existirt, während jetzt im Lande der ehemaligen Inquisition, in Spanien und in Portugal, aufgeklärtere Grundsätze Herrschen und sich seit Kurzem Juden dort ungestört aufhalten und von den Regentinnen ihnen Hausorden ertheilt werden; ' ja während selbst der türkische Kaiser sich so wohlwollend gegen die Juden zeigt und sogar mehrere derselben bei Gelegenheit der Vermählung seiner Tochter zu seinen Hofbällen ein- . laden ließ. Welche Erscheinungen in unserer Zeit und welche Kontraste! — — Im ״ Auslande" heißt es in Betreff der Katholiken: ״der Pabst mag wohl nach dieser Domaine (Norwegen) nie Verlangen gehabt haben, wo die Natur nur Steine, Holz- und Eisen hervorbringt, und dessen Fische höchstens die Fasten bereichern können." Eben so wenig hatten und haben wohl die Juden nie Verlangen, in diesem gelobten Lande zu leben;׳allein das gesetzliche Verbot, daß sie nicht in dieses Land kommen dürfen, welches diese evangelisch-christlichen Gesetzgeber erließen, gereicht ihnen doch gewiß nicht zur Ehre, besonders wenn man dagegen

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