Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
- Article
- Ansichten des Rabbi Isr. Sangeri über die Bennungen Gottes, welche in der heiligen Schrift vorkommen, in einem Gespräche zwischen einem Rabbiner und einem afrikanischen Könige, der zur Israelitischen
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 228 (sequence 4)
- Language
- German
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— 228 — wurde Gott von Kain und Abel erkannt durch das , was sie von ihrem Vater über seine erhaltenen Offenbarungen^ gehört; nachher von Nva, dann von Abraham, Isaak und Jakob u. s. f. bis Moses und die andern Propheten. Diese nannten alle Gott Jehova wegen ihrer erhaltenen Offenbarungen, das Volk aber nannte ihn sv wegen seines Glaubens an die Aussagen der Propheten, durch welche sie sein Wort und seine Verfügungen vernahmen. Die ausgezeichneten Männer waren so sehr von dem Gedanken an Gott durchdrungen, daß sie ihn oft durch irgend eine Vermittlung sahen. Diese nannten sie nun Herrlichkeit, Niederlassung, Majestät, Flamme, Wolke, Form, Gestalt, Bogenerscheinung, und überhaupt bezcichneten sie Gott durch allerlei Dinge, durch welche sie erkannten , daß er mit ihneu redete. Auch umgekehrt und zwar metonymisch nannren sie diese Dinge selbst die Herrlichkeit Jehova's, oder auch Jehova. So nennen sie z. B. die Bundeslade Jehova und riefen ihr zu: ״mache dich auf, Jehova! kehre zurück, Jehova!" So heißt es auch: Gott erhebt sich mit Getöse, Jehova beim Posaunenschall, wo auch von der Bundeslade die Rede ist. Manchmal werden die Beziehungen zwischen Gott und den Israeliten durch den Namen Jehova näher bezeichnet; so heißt es: die Feinde Jehova's hasse ich, wo unter Jehova verstanden wird die Verehrung Jehova's, oder der Bund Jehova's, oder die Lehre Jehova's. Der Name Jehova war immer nur den Israeliten bekannt, die allein seine Bestimmung richtig auffaßten, Dieser Name ist durch sich selbst bestimmt, weshalb ihm auch nie eine bestimmende Partikel vorangeht, wie dem Namen Elohim; er ist der Inbegriff der hohen Attributioncn, die wir Gott allein beilegen, sein geheimm'ßvoller Sinn aber ist verborgen. — Was aber die Buchstaben betrifft, aus welchen er zusammengesetzt ist, so haben sie ihre sprachlichen Vorzüge; denn sie sind diejenigen, durch welche alle übrigen hörbar werden;