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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band viertes Heft · p. Seite 218

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band viertes Heft
Article
Etwas über die Juden in Algier
Date
1834-01-01
Page
Seite 218 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Algier sind, weil sie ihre Maaren zu den billigsten Preisen und oft um die Hälfte wohlfeiler als Andere verkaufen. (Dies Zeugniß giebt ihnen auch der Fürst Pückler-Muskau. — D. H.) Es mögen vielleicht schon zu den frühesten Zeiten ihrer Zerstreuung Juden nach Algier gekommen sein; die meisten von denen aber, welche jetzt daselbst wohnen, stammen von den Flüchtlingen ab, welche spanischer Verfolgungsgeist bald nach den Mauren aus dem Lande trieb. Gegen Ende des 14. Jahrhunderts führte SimonBenSmia, ein Häuptling seines Volks, ein zweiter Moses, mit Wunderkraft begabt, eine Kolonie verfolgter Juden aus Spanien. Unter der türkischen Herrschaft erfuhren die Juden die grausamsten Bedrückungen, und zu der schlechtesten Behandlung gesellten ihre Unterdrücker noch Beschimpfung. Sie durften nur Kleidung von dunkler Farbe tragen, und als der Dey einen Befehl erließ, kraft dessen weder Moslem noch Christ bei Nacht nicht ohne Laterne auf der Straße sich sehen lassen durfte, verordnete ein eigener Artikel, daß die Juden das Licht ohne Laterne tragen sollten, auf die Gefahr hin, sich die Finger zu verbrennen, wenn sie es gegen das Verlöschen schützen wollten; denn die Polizei machte sich ein eigenes Vergnügen daraus, jedem Juden die Bastonade zu geben, oder Strafe zahlen zu lassen, dem sein Licht ausging. Ein Jude, der, von einem Türken oder Mauren angefallen, die Hand gegen ihn zu erheben wagte, wurde mit dem Tode bestraft. Herr Schultz, der schwedische Konsul, erzählte mir, daß ein jüdischer Kaufmann wegen Bankerotts zum Flammentod verurtheilt worden sei, und da der Dey den Unterschied zwischen Handelsherrn und Kommis durchaus nicht begreifen wollte, so ward der Letztere auch mit zum Tode geführt. Die beiden Unglücklichen wurden an den Pfahl gebunden; da aber das Seil von den Flammen verzehrt ward, ehe der Kaufmann noch dm Geist aufgegebm hatte, so-raffte er

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