Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 3)
- Language
- German
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186 umgangen wurde. — Deut. 25, 5. übersetzt Mendelssohn: ״ohne einen Sohn zu hinterlassen," gegen den Talmud, nach welchem auch eine hinterlasscne Tochter die Wittwe des Verstorbenen von der Chaliza befreiet. Dagegen ist Johlson, Deut. 22, 4, wo er (wie Mendelssohn) ״ תקם תקים עמו du mußt sie aufrichten helfen Mit ihm " übersetzt, den Ansichten des Talmuds nicht treu geblieben, *) nach welchem hier von dem Beistände bei der Aufladung der herabgefallenen Last die Rede ist. Rechtfertigen läßt sich dies nicht anders, als durch das Zugeständniß, daß, gemäß einer unbefangenen Auslegung der Mischna, nach den Rabbinen, welche sagen, daß נלצודי נין דותולד! לפלוק אבל לא לטעון ein Gebot, die Last aufladen zu helfen, gar nicht gegeben wurde, welches bloß Rabbi Schimon anerkennt. Der sonst nicht zu gestattenden Befugniß, zwischen streitenden Partheien zu entscheiden, wäre sodann hier unausweichbar, weil dem Übersetzer nur eine Alternative gestellt ist, bei welcher er sich der Parthei der Minorität nicht anschließen kann- - Deut. 25, 6., wo Johlson יקום על שם אתיו תמת ״soll einstehen auf den Namen des verstorbenen Bruders" übersetzt, spricht die Grammatik und die Tradition für ihn, hingegen der Sinn, welchen er (in der Anmerkung) dieser Stelle giebt, daß nämlich der Erstgeborene der Erbe seines verstorbenen Oheims sein soll, ist der Tradition entgegen, da diese Bestimmung weder die Mischna noch der Talmud erwähnt. Endlich erwähne ich noch, daß die Übersetzung Johlsons (Gen. 15, 2.), der mit Mendelssohn בן משק ביתי ״Verwalter meines Hauses" übersetzt, auch im entfernten Sinne mit der Tradition des Talmuds übereinstimmt, indem dieser **) den Knecht Abrahams (vergl. Gen. 24, 2.) und den Damascenen Elieser für identisch hält. *) Baba Mezia, S. 32. **) Trakt. Chulin, S. 05.