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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 132

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
Meyerbeer
Date
1834-01-01
Page
Seite 132 (sequence 3)
Language
German
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berühmt wurde. Seine Mitschüler in Darmstadt waren Karl Maria von Weber und Johann Hansba- «her, und hier schloß er auch mit dem erstem die unwandelbare Freundschaft, die nur der Tod trennen konnte. Meyer beer hatte auf einer Vergnügungsreise in Mannheim G'ottfried Weber kennen gelernt, zu dem er sich später begab, und mit ihm und dem Herrn Alexander von Dusch eine ״harmonische Gesellschaft" bildete. Unter diesem Namen wollten die jungen Leute eine harmo« nische Schrift herausgeben. Mey erbe er beschäftigte sich eifrig mit diesem Plane, aber cs ging ihm wie allen Entwürfen der Jugend, er kam nicht zur Ausführung. Meyerbeer nahm sich vor, eine Reise durch Europa zu machen, und schrieb seine Oper ״Jephta." Dieses Erstlingswerk des Künstlers wurde nachsichtig, aber kalt ausgenommen. Der Komponist hatte die Melodie der Harmonie aufgeopfert, und der Text enthielt nicht viel dramatische Scenen. Er begab sich nach Wien, wo man ihn drängte, sich Hören zu lassen- Da es aber in dieser Hauptstadt «ine ziemliche Menge Pianoforte-Spieler gab, die er alle hätte übertreffen müssen, so widerstand er allen Bitten zehn Monate lang, bis er glaubte, öffentlich spielen zu können. Ein so ausdauernder Wille ward vom Erfolge gekrönt. Meyerbeer gefiel allgemein und man sah ihn in Wien für den Reformator des Pianofortespiels an. In seinem zweiten Werke ״der Wirth und der Gast," welches er um dieselbe Zeit zur Aufführung brachte, bemerkt man immer noch, daß der Komponist erst neuerlich die Fugenschule verlassen hatte. Seine schönsten Noten gehören mehr der Wissenschaft, als dem Gefühl an. Ohne Zweifel fehlte es der Partitur nicht an originellen Stellen, sie trug aber den Charakter der alten deutschen Musik an sich. Endlich konnte er nicht länger dem lebhaften Wunsche widerstehen, Paris zu sehen; er begab sich dahin und

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