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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band drittes Heft · p. Seite 131

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band drittes Heft
Article
Meyerbeer
Date
1834-01-01
Page
Seite 131 (sequence 2)
Language
German
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131 Meyerbeer ist am 5. September 1791 geboren, der älteste Sohn einer reichen, ausgezeichneten jüdischen Samt* lie, und der Bruder des jungen Dichters Michael Beer, den das Grab bereits verschlungen. Wenn dieser Letztere schon im zarten Mer sein Talent für die tragische Dichtkunst offenbarte, so entwickelte sich das gewaltige Talent Meyerbeer's für die Musik noch früher. Die Bestimmung Meyerbeer's schien bei dem ersten Licht des Verstandes sestgestellt zu sein; schon damals ״stammelte" er auf dem Klavier mehr oder minder zusammenhängende Melodien. Kaum war er vier Jahre alt, als er, von einem Spaziergange heimkehrend, sich an das Pianoforte setzte und mit seinen kleinen Händen eine liebliche Melodie, welche er gehört hatte, nachspielte, und mit einem improvisirten Basse begleitete. Seine verwunderten Eltern erkannten sogleich darin die Stimme der Natur, und übergaben ihn dem geschickten Professor Läuska. In seinem achten Jahre ließ er sich bereits mit Beifall hören, und zog die Aufmerksamkeit des Prinzen Heinrich von Preußen auf sich. Im achten Jahre trat er mit großem Glücke vor dem Publikum in einem vom Abt Vogler gegebenen Concerte auf, und bald konnte er in seinem Spiel mit den ersten Pianisten der Stadt rivalisiren, während der Kapellmeister A. Weber ihm in der Komposition, wofür er nicht weniger Talent zeigte, Unterricht gab. Im Jahre 1810 und 1811 empfing er gewissermaßen die wirkliche musikalische Weihe, da er sich in dieser Zeit zu Darmstadt in der berühmten Schule des Abts Vogler aufhielt, wo er sich mit ausgezeichnetem Fleiße dem Studium des Contrapunktes widmete. Er machte solche Fortschritte darin , daß er auf das erste Thema zur Zuftiedenhcit seines Lehrers eine gute Fuge schreiben konnte. Unter der Leitung desselben componirte Meyerbeer mehrere Oratorien und Kantaten, welche viel Beifall fanden, und unter denen das Oratorium ״Gott und die Ratür*' 6 *

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