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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 55

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
[Rezension]
Date
1834-01-01
Page
Seite 55 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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55 Behauptung der Ehre der Masoreten durch sein Ansehn mitwirkte. Ferner verspricht der Herr Verfasser eine, den vollständigen Text enthaltende, jede Umschreibung verschmähende worttreue Übersetzung, welche sich durch alle zu Gebote stehende Mittel dem Original eng anschließt. Wer sollte nicht diese Ausgabe als zweckmäßig finden, und dem Herrn Verfasser zugestehen, daß eine Bibelübersetzung nur nach diesem Pläne wahrhaften Nutzen bringen könne? Ich möchte die Grundsätze, welche ihn leiteten, den Kanon aller Übersetzung nennen, insofern diese nicht nur den Inhalt, sondern auch den Geist des Originals wiedergeben soll. Wohl finden sich Schriften, über deren Übersetzung in diesem Sinne man unbedingt den Verdammungsstab brechen müßte; ich meine nämlich entweder solche, bei welchen der Inhalt bloß Interesse darbietet, auf deren Geist man gern verzichtet; oder solche, welche an dem Fehler einer unpräeisen Darstellung leiden und deren Gebrechen die Gewandtheit des Übersetzers verhüllen muß. Eine worttreue und eng an das Original sich anschließende Übersetzung solcher Schriften würde eine vergebliche, zwecklose Arbeit sein, und der Verfasser wäre zu bedauern, der sich, statt für seine unsägliche Mühe und die Masse verschwendeter Zeit Lorbeern zu erringen, den Namen eines pedantischen und sklavischen Übersetzers zuzöge, Anders verhält es sich mit den Büchern der heiligen Schrift. Hier ist nicht nur was, sondern auch wie es gesagt wird, von hoher Bedeutung; nicht nur mit Kenntnissen soll unser Verstand bereichert werden , sondern, auch der morgenländische Geist, den diese Schriften hauchen, soll uns lieblich anwehen; ja selbst die kleinen Nachlässigkeiten ihres Styls in Anordnung und Darstellung finden wir in unserer Verehrung gegen sie nicht so anstößig und gewöhnen uns allmälig daran. Daher ist es des Übersetzers heilige Pflicht, worttreu zu übersetzen, und eine jede Umschreibung, welche nicht die

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