Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- Achter Jahrgang (1834-1843)
- Issue
- Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
- Article
- Geschichtliches und Literarisches
- Date
- 1834-01-01
- Page
- Seite 48 (sequence 20)
- Language
- German
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Ihnen auch, die Hessens Volk vertreten, Von der reinsten Menschenlieb' erfüllt, Und des Fürsten einsichtsvollen Rächen Schenk', was Deinem Segensborn entquillt l Uns verleih' die Kraft, das Recht zu üben, Und, des hohen Glücks der Freiheit werth, Immer Fürst und Vaterland zu lieben — O! dann ist daS Höchste uns gewährt! Wenn sich seit einigen Jahrzehnten unter den deut« schen Israeliten der,Geschmack an sonderbaren Auslegungen, Erklärungen und Anwendungen biblischer Stellen, besonders in den Schriften und Vorträgen späterer Rabbiner, immer mehr verloren hat» so durfte es für manche Jsraclitische Leser nicht uninteressant sein, folgende Behauptungen und Anwendung biblischer Verse aus den neuesten Schriften christlicher Gelehrten hier zu finden. Herr Jak. Fr. von Rösch, sonst ein sehr gelehrter Schriftsteller, versichert, daß Adam (nicht etwa den Adam K a d m o n der Kabbalisten zum Vater bloß, sondern) sogar einen Großvater gehabt habe. ״Herr von Notleck," sagt er nämlich, ״ist auch der Meinung, daß von Adam alle Menschen,,abstammen: dies beweiset seine Unkünde in der Geschichte. Adams Großvater und Vater waren schon Volksbeherrscher, und Adam kam zu drei ׳Nationen, bei denen er Regent wurde, die alle älter waren, als er." — Der alte Adam wäre sonach wohl abgeschafft, aber dafür ist sein Großvater an seine Stelle getreten, und dieser soll, nach Herrn v. Rösch, bei seiner Geburt die damals schon alte Welt ringsum bevölkert gefunden haben. — Der gläubige Jude, dem das Wort Gottes das Heiligste und Wahrste ist und der den Ausspruch der. Talmudisten: man dürfe in der Schöpfungsgeschichte nicht viel grübeln und Auslegungen machen, gern befolgt, wird sich seinen biblischen Adam gewiß nicht, nehmen lassen, und der ungläubige,