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Sulamith · 1834-01-01 · Achter Jahrgang erster Band erstes Heft · p. Seite 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Sulamith
Volume
Achter Jahrgang (1834-1843)
Issue
Achter Jahrgang erster Band erstes Heft
Article
Geschichtliches und Literarisches
Date
1834-01-01
Page
Seite 49 (sequence 21)
Language
German
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— 49 — wenn er nicht gerade Geschichtsforscher ist, kümmert sich leider um die Bibel ja ohnedies nicht. Desto frommer tritt dagegen ein anderer christlicher Gelehrter als Bibelverehrer auf, und wir erfahren nun die neueste, freilich sonderbare Erklärung des Segens Jakob's. Ein bekannter Gelehrter, Herr I. D. von Braunschwelg, der, in seinen ״Umrissen einer allgemeinen Geschichte der Völker" (Leipzig 1833, bei Lehnhold), alle Völker von Sem, Ham und Japh et ableitet, sagt nämlich unter Andern!: ״Geographisch lagen von Süden nach Norden die Stämme Simeon, Juda und Benjamin auf der Ostseite des Asphaltitis; sie entsprechen also der Nord- Westküste des Mittelmeers, und zwar Spanien, Frankreich, Italien, so daß Simeon gleichsam vorbildlich Spanien bezeichnte, Juda Frankreich, Benjamin Italien in Volk, Staat und Kirche. Jakobs und Moses Segen ist ein prophetischer Blick auf die Geschichte des Vorbildes und des Nachbildes.' — Von Simeon sagt Jakob: ״׳״ Sein Schwert wird eine mörderische Waffe sein; meine Seele komme nicht in seinen Rath und meine Ehre sei nicht in seiner Kirche (?); denn in seinem Zorn wird er den Mann erwürgen und in seinem Muthwillen den Stier verderben. Verflucht sei sein Zorn, daß er so heftig ist, und sein Grimm, daß er so störrisch ist. Ich werde ihn zerstreuen und zertheilen in Israel."" Nicht deutlicher kann der blutige Jnquisitionsgeist der spanischen Kirche mit den Gräueln in Amerika, die blutige eigenthümliche Lust des Volks an Stiergefechten bezeichnet werden, so wie die Zerstreuung der Spanier über alle Welttheile durch ihre Kolonieen, wohin sie auch über die Meere ihre Gräuel trugen. Auch in der Angabe von Simeons Nachkommen in sechs Geschlechtern scheint sich, wie im Vorbilde, der Spanier Stamm- Verschiedenheit und Vermischung abzuspiegeln, von denen der sechste Saul genannt wird, von einem kanaanitischen Weibe — worin der Theil der spanischen Nation, der aus V1U. Jahrg. 1. Band. * 4

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