Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Emancipation der Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 412 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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412 dificirende Sabbath sfeier als durchaus überflüssig erscheinen. — Daß aber auch selbst b) bei verwaltender strenger Observanz die Sabbathsfeier kein Hinderniß abgebe, glauben wir durch Folgendes zu motiviren r aa) Was die Aufdingung der Lehrlinge bei christliche» Meistern betrifft, so läßt sich dies ja , wenn es der religiösen Ansicht des Vaters nicht gemäß ist, den Sohn am Sabbath arbeiten zu lassen, durch Prir vatverträge mit den betreffenden Meistern auf irgend eine Weise entschädigend Ausgleichen, wie dies auch schon Beispiele zeigen. — Künftige jüdische Gesellen und Meister werden am besten wissen,, wie sie nach ihren individuellen Ansichten über die Strenge der Sabbathsfeier ihr pekuniäres Interesse mit dem Gewissen auszugleichen haben, uM hat der Staat darum sich nicht zu kümmern, sobald nur die Commun oder die Gesammtheit nicht dabei leidet. — dd) Die etwanige Befürchtung, daß jüdische Handwerker durch Ermangelung eines Arbeitstags verarmen würden, dürfte an sich schon als Gegenargument der von Andern vvrgebrachten Befürchtung dienen, wornach die jüdischen Handwerker die christr lichen durch ihre Industrie überflügeln würden. Hier wäre ein Arbeitstag weniger, der sicherste Damm gegen sogenannte Überflügelung! — Aber auch ohnehin ist jene Befürchtung einer Verarmung unbegründet, da Fleiß, Sparsamkeit und Häuslichkeit, Tugenden, welche den Juden selbst von ihren Gegnern nicht abgesprochen werden können, hier manchen Ruhetag aufs