Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Heiligkeit der Ehe
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 391 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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391 die Familien der verbrecherischen Personen, welche gewaltsam und unverschuldet in die Schande der Verbrecher mit hineingezvgen werden, es ist ein Vers gehen gegen die Glaubensgesellschaft, der man ange, hört, die bei Anhäufung solcher Fälle ihre Reinheit verliert, und die bösen Folgen derselben nothwendig mit empfinden muß. Endlich ist es - ein Vergehen entweder gegen die unschuldigen Kinder, die das Unglück haben, dem verpesteten Herzen einer Vers brecherischen Mutter anzugehören, oder gegen die Kinder der Buhlschaft, die Kinder fremder Liebe, die in Sünden gezeugt werden und einem Vas ter anzügehören glauben , der es nicht ist, der mit ihnen nichts, als gleiches Unglück׳ der Entfremdung theilt» ן Dieses siiichtige Bild von der Verletzung der Heiligkeit der Ehe, wird schon im Stande sein, jes des ordentliche Herz mit Abscheu und Widerwillen dagegen zu erfüllen. Ich bin weit entfernt, mein werthes Brautpaar! auch nur von Ferne daran zu denken , daß Sie je so unglücklich sein könnten, in eine dieser Verletzungen zu verfallen» Ihr guter, solider Ruf, ihr bisheriger ordentlicher Lebenswandel, ihre auf genaue Kenntniß der Personen gegründete Wahl giebt uns die schönste Hoffnung, baß Sie eine recht vergnügte, zufriedene, treue Ehe führen und dis Heiligkeit nie aus den Augen verlieren werden, die Sie diesem Stande schuldig find. Ich bezeichnet Ihnen die Fehltritte in der Ehe nur deßhalb, damit Sie sich destomehv freuen, wenn Sie denselben entr 28 *