Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Heiligkeit der Ehe
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 392 (sequence 8)
- Language
- German
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392 gehen und bei den Vorschriften bleiben, die uns Gott zu unser!» Glücke, zu unserm bieß- und jenseitigen Glücke gab. So wollen wir denn, im Namen, des allerheiligsten Gottes und seiner heiligen Religion, zum Vollzuge Ihrer ehelichen Verbindung schreiten. Vereint wollen wir um den Segen Gottes bitten, und ihn anrufen, daß er Sie nie verlassen, und stets mit seiner Hülfe Ihnen nahe sein möge. Amen!*) *) Da vor Kurzem ln einer deutschen Kammer der Landstände von ehrwürdigen und berühmten christlichen Geistliehen, welche indeß in der Hauptsache für die Emancipation der Israeliten, stimmten, geäußert wurde, ״daß die Juden das weibliche Geschlecht verachten und sie sich erst darüber und über die von ihnen angenommene Geltung (!) der polygamischen (!) und klimatischen (!) Ehegesetze vorher erklären,müßten, ehe sie l emancipirt werden könnten," Äußerungen, welche zeigen, daß diese Redner durchaus die jetzigen kirchlichen Verhältnisse und die Lebensweise der heutigen Jsraeliten nicht iM mindesten kennen: so dürfte die obenstehende Trauungsrede eines würdigen Rabbiners (deS Herausgebers der ״Stunden der Andacht für Israeliten"), welche derselbe früher hielt, ehe die erwähnten Äußerungen in der Kammer Statt fanden, abgesehen von ihrem nützlichen Inhalte, zugleich zufällig als ein Wort zu seiner Zeit betrachtet werden können. Diese TrauUngsrede zeigt wenigstens jedenfalls, aus welchem Gesichtspunkte die Israeliten und ihre Rabbinen die Ehe betrachten und daß die Israelitische Religion, als solche, keineswegs lehrt, daß der Mann seine Frau verachten soll. — Wenn nun auch manche Tal-