Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Heiligkeit der Ehe
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 390 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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390 Vernunft in Vieser Beziehung Rücksicht zu nehmen. Ohne diese höheren Rücksichten kann der Mensch uns Möglich in heilige Verhältnisse treten, noch weniger sie behaupten. Seine Natur versinkt zur Thierheir und alles Edlere verschwindet^ ׳ : Nicht minder wird einer der wichtigsten und helr iigsten Zwecke der Ehe verletzt, wenn die in der Ehe erzeugten Kinder, die, nach dem Psalmisten, als Eüs ter -und Geschenke Gottes zu betrachten feien, nicht als solche behandelt, sondern vielmehr unheilig erzos gen und ganz der Gottesfurcht entfremdet werden. Hiedurch geht der schönste Werth und Segen der Ehe verloren, die Eltern selbst berauben sich ihrer edelsten und seligsten Freuden, des Trostes und der. Hoffnung in ihren letzten Lebensstunden, in welchen ihnen nichts übrig bleibt, als das bittere Bewußtsein, die Verderber ihrer Kinder, die Verbreiter eis ner heillosen Nachkommenschaft zu sein. Endlich und vornehmlich wird die Ehe entheiligt Lurch Untreue der Ehegatten, durch den Bruch der Ehe, ein. Verbrechen, das alle Tugenden untergräbt und alle Laster im. Gefolge hat. Es ist ein schweres Vergehen gegen Gott, der in den heiligen zehn Ges boten ausdrücklich befahl: ״Du sollst nicht ehebrcs chen." Es ist ein unverzeihliches Vergehen gegen diejenigen Personen, deren heiligstes Recht hiedurch beeinträchtigt und deren Lebensglück hiedurch unters ' graben wird. Es ist ein Vergehen gegen den Staat, den Alles an Aufrechthaltung von Zucht und guter Sitte gelegen sein muß. Es ist ein Vergehen gegen