Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Heiligkeit der Ehe
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311301--08164-2311785- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Erinnerungen seiner heiligen Anordnungen, feines heiligen Wirkens und Schaffens werden Hervorgerus fen und seine Segnungen erfleht. Sollte ein Bund» niß, das mit so heiliger Ceremonie, unter Anrufung Gottes, beginnt, nicht heilig genannt werden können, nicht heilig genannt werden müssen? Alles vereinigt sich also hier zur Heiligung des Standes der Ehe. . Wodurch aber kann diese Heiligkeit verletzt wer» den? Diese Frage ist es, welche wir noch zu beant» Worten haben, was wir nun, jedoch in gedrängter Kürze, thun werden. Die Heiligkeit des Standes der Ehe wird ver» letzt, wenn die Eheleute sich unanständig gegen ein» ander betragen, wenn sie es an der von Gott gebo» tenen innern Übereinstimmung fehlen lassen, wenn sie nicht eines Sinnes, nicht eines Bestrebens sind, wenn sie mit Gleichgültigkeit und Kaltsinn ein» ander begegnen, wenn sie durch Zwietracht, Zank und Hader das Leben einander verbittern, oder— was noch viel sträflicher ist — wenn sie, anstatt der schul» digen Liebe, Haß einander entgegensetzen, wenn sie die gegenseitige Hilfe und Unterstützung einander ver» sagen, und so gleichsam die ersten Grundpfeiler der Ehe erschüttern und zertrümmern. Die Heiligkeit der Ehe wird ferner verletzt, wenn man im Verfolg der ehelichen Zwecke nur die Be» friedigung sinnlicher Triebe vor Augen hat, ohne auf die höhere Würde und Bestimmung des Men» scheu, ohne auf die Anforderungen der Religion und VII. Iahrg. 2. Band. 28