Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Über die Heiligkeit der Ehe
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 387 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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sehr heilig der Bund der Ehe, wie unverbrüchlich die Treue und Liebe der Eheleute gegenseitig aufrecht erhalten werden müsse. So bestätigt denn das ause drückliche Wort Gottes, was Gott in seiner Schöe pfung schon angedeutet; das Wort ist nichts anders, als die Erklärung der Lhat, beide zeigen, wie überaus innig der Bund der Ehe , wie überaus heilig die Treue und Liebe in diesem Stande sein müsse« Noch deutlicher sprach sich hierüber Gott in feinem Gesetze aus; er sagt : ״Du sollst nicht ehebrechen." Zä, schon der Gedanke einer Entweihung der Ehe darf nicht gehegt werden , die Begierde wird schon als sündlich erklärt : , ״ Du sollst nicht gelüsten nach deines Nächsten Weib." 1 - -:׳*״ Kennen wir nun einmal den Willen Gottes, so haben wir weiter gar nicht nöthig, nach einem andern Grunde zu forschen. Dieser offenbarte Wille Gottes kann und muß für uns mehr Gewicht haben, alle — noch so starke Vernunftgründe. Denn das Wort Gottes kann nicht trügen, wohl aber kann die menschliche Vernunft irren. Doch aber fehlt es auch hier an Vernunftgründcn nicht, die für die unverletzliche Heiligkeit des Ehestandes sprechen. Von den vielen Gründen, die uns die Vernunft in dieser Hine sicht an die Hand giebt, wollen wir nur den einzi» gen herausheben, der sich aus der Natur und dem Zwecke dev Ehe herleiten läßt. Die Ehe ist nichts anderes, als die Verbindung zweier Personen verschiedenen Geschlechts zur wechsele seitigen Unterstützung und Beförderung des gemeine.