Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Auszug aus einem Schreiben eines würdigen, gelehrten Rabbiners, an den Herausgeber über den Inhalt des neunten Heftes, siebenten Jahrganges der Sulamith
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 371 (sequence 4)
- Language
- German
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anfingen, sich auch mit den Wissenschaften zu befreun» den» Es dauerte nicht lange, so erwarben sie sich hierin einen bedeutenden Ruhm und dis Namen Fried» Ander, Euchel, Ben'david u. a. m. wurden mit Ver» ehrung genannt. Doch das war noch nicht genug! Immer lastete auf uns der Vorwurf, daß die Masse nicht fortschreiten, nicht den entehrenden Kleinhandel mit ehrenvollen bürgerlichen Gewerben vertauschen wolle. Doppelt erfreulich ist es daher, ,daß auch in dieser Beziehung Berlin , eben so wenig, wie andere Städte, zurückgeblieben ist und schon jetzt eine bedeu» tende Anzahl Israelitischer Handwerker in seiner Mitte zählt. — Die gerühmte Toleranz der preußischen Regierung in Religions» Angelegenheiten verdient ge» wiß dankbare Anerkennung und sie handelt sehr weise, daß sie religiöse Ansichten, und enthielten sie auch Ungereimtes und Widersinniges, vor kein anderes Tribunal/ als das der öffentlichen Meinung stellen will. *) Unter den Receusioueu, welche uns nun Ihre Sulamith bringt, steht die Beortheiluug der Festprcdigten des verehrten Herrn vr. Salomon mit *) Die übrigen Stellen, die Maaßregel der Staatsregle« rung in Betreff der Aufhebung des vormaligen neuen Israelitischen Tempels zu Berlin, können, in, dieser ' Form, als der eigentlichen Tendenz dieser Blätter ent- - gegen, hier keine Aufnahme finden, so wie überhaupt unserer Ansicht und Erfahrung zufolge, solche Äufferungen ohnedies nichts nützen. D. H.