Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Achtet auf die Zeit
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 312 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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312 gemacht. Der menschliche Geist ist durch die Wissens schaft Heller und freier worden, und das'Licht der ^Wissenschaft ist auch in die Hütten Israels gedrungen und zum Denken und Prüfen wurden׳ angeregt die Jünglinge und׳ die Männer, auch die Frauen und die Jungfrauen. Weise und großherzige Lehrer kämpft len unerschrocken gegen grau gewordne Vorurtheile, gegen Knechtschaft und Unterdrückung, und auch das fchwergebeugte Israel ward den Königen att's Herz gelegt, auf daß sie endlich zerbrechen mögen die schweren Ketten, in welche der Wahn und der Haß das lang verkannte Volk geschmiedet. — Hierzu ges sellte sich nun in unfern Tagen der heilige Kampf für menschliche Rechte und die Freiheit des Wortes, gerichtet an. die Hohen und die Herrscher der Erde, daß es königlicher sei, Fesseln zu zerbrechen,-als zu schmieden; göttlicher fei, über glückliche und äufges richtete Menschen, als über elende und niedergebeugte Sklaven zu herrschen» — Soll eine solche Zeit ungenützt bleiben? Nimmermehr! Wohlan, so lasset uns stark׳sein und muthig für unser Volk, und den Weg ebnen und bahnen. Was soll geschehen? Pres digt die Zeit das freie Wort — wohlan, so lasset auch uns das freie Wort gebrauchen und unerschrocken reden, wo es zu reden frommt. Von den Vätern der Völker lasset uns bitte» — fordern, wies derholt bitten, wiederholt fordern , bis die Bitte ges währt, der Forderung genügt wird — bitten und fordern, die Rechte des Menschen, die Rechte