Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Achtet auf die Zeit
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 311 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311286--08063-2311707- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
geringste Bewegung der Zeit lauschen und aus den gegenwärtigen Begebenheiten Prophetisch die künftigen zu deuten und׳ zu entkäthftln wissen׳; es giebt andre, welche dem Nachdenken über die Ereignisse der Zeit alle ihre Muße widmen und mir beredter Zunge über alles zu sprechend wissen , was die Zeit in diesem und jenem Landein diesem und jenem Volke ziir Reife gebracht und bringen wird — aber bei dem bloßen Beobachten und Reden hat es auch sein Brwenden. Habt ihr euch auch die Frage worgelegt : soll denn unsre Kraft und Lhätigkeit nicht durch diese Zeitbegebenheiten in Anspruch genommen werden? Soll denn die Zeit nicht von uns genützt, gen ü tz t werden? Ist es nicht in der Zeit und wird es nicht von der Zeit begünstigt, wenn wir jetzt mit Geist und Umsicht zu wirken beginnen, woran ftü- Here Zeitumstände uns gehindert haben? — Sollen wir uns nicht ermannen und ermuthigen, Dinge zur Sprache zu bringen und ins Werk zu setzen — deren Förderung frühere Zeiten nicht züließen? — Das fällt euch gar nicht ein , und es bleibt heute , wie es gesterN war- und wird morgen bleiben, wie es heute ist. Nein , m. B. , die heilige Pflicht, auf die Zeit zu achten, kann alsdann erst ihrer Vollendung sich nähern, wenn wir die Zeit zu nutzen suchen. Und darauf achtet zum Zweiten. Den Entwickelungsgang, m. B., den die Menschheit, ׳ wenigstens in zwei Welttheilen, in dem gebildetsten und in dem größten, nach und nach erfahren, hat auch auf Israel eingewirkt, und seinen Einfluß geltend׳