Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Achtet auf die Zeit
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 308 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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308 ■! Wissen,:wo sie leben, die da weilen und- »icht wilffen, wo sie weilen! In diesem Ausrufe findet׳ ihr kurz, Abertreffend die Personen geschildert, denen es k e i »es weg e s! heilige Pflicht zu sein scheint, auf die Zeit zu achten! vielmehr lassen sie die Begebenheiten und Ereignisse -es! Zeitalters, in welchem sie leben,!gedankenlos an sich vorüberzie- Heu, ohne nachzudenken, ob das, was sich in der Zeit zuträgt, von keinem Einflüsse auf sie selbst, auf ihre Kinder, auf ihre Familie, auf ihre Verhältnisse, auf ihre Gemeinde, auf ihre sittliche und religiöse- Angelegenheiten sei und werden könne, ob in dem, was hie Zeit erzeugt, irgend eine Warnung oder eine Ermunterung, irgend ein Wink ihnen gegeben werde, wie sie das eigne Verhalten einzurichten, welche, Schritte sie zu thun, welche Maßregeln sie zu! nehmen haben, ob die Zeit — um mit der Schrift, zu reden in! ihrer eignen Welt das Aufbauen,,ober daS Einreißen; das Aufbewahren oder das Wegwerfen; das Schweigen, oder das Reden; das Lieben, oder das Hassen; den Krieg oder den Frieden anempfehle. Fragt sie nach dem eigeythümlichen C h a r a k t e r der Zeit, nach dem herrschenden G eiste der Zeit, nach dem gebietenden Willen dev Zeit — sie Wissen von dem einen eben so wenig, als von dem zweiten und dem dritten — sie leben und wissen nichtwo sie leben , sie weilen und wissen nicht, wo sie weilen. — Daß ein solches von Trägheit und Stumpfsinn zeugende Wesen weder mit der Weisheit, noch mit der Frömmigkeit in Einklang zu bringen