Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Musik der Hebräer
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 290 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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ger Veränderung erleiden, als bei uns in fünf Jahren, Heils dadurch, daß die, welche sie spielten, in so großer Menge zu finden waren, und sich, wie wir lesen, meistentheils gleich selbst begleiteten. Dies thut Deborah, Jephtha, Mirjam; aber sie nicht als lein. Auch die 4000 Sänger Davids sind sogleich mit Saitenspiel versehen. Allerdings wissen wir von den musikalischen Instrumenten, deren sich die Hebräer bedienten, noch weniger , als von ihrem Gesänge. Man lasse sich ja nicht von den Namen täuschen, wenn in der Lutherscheu Übersetzung Pauken, Trompeten, Harfen, Posaunen Vorkommen. Luther sah, gleich allen andern Übersetzern der Bibel, in andern Sprachen mehr aus ein, ihm und seinen Lesern bekanntes Instrument, als daß er damit den Werth und das Wesen der hebräische» Instrumente hätte durch die dafür gewählten Namen genau bestimmen wollen, Wenn man ihm folgt, mußten selbst Geigen vorhanden gewesen sein. (1 Mos. 4.) Gerade diese Posaunen und Trompeten, Hörner und Cymbeln dürfen nur einzelne, grelle, starke, schreiende Töne gegeben haben, die von Melodien , wie wir sie kennen, keine Spur finden ließen. Damit soll nicht gesagt werden, daß Melodien, und zwar vielleicht nicht ganz unangenehme, wenn auch gewiß nur äußerst einfache, gar nicht vorhanden gewesen wären, Die Nachricht, daß David mit sei- »er Harfe die dustere, wilde Stimmung Saul's habe erhellen können, ist, denke man sie sich noch so einfach, doch immer ein Beweis der Macht, den. die