Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Emancipations-Bill für die Israeliten in England und die Bewilligung des Gehaltes der französischen Israelitischen Geistlichkeit aus den Staatskassen, betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 268 (sequence 8)
- Language
- German
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Religionen diejenige, die im innigen Zusammenhänge mit demselben steht; das Christenthnm ist aus ihrem Schooße hervorgegangen; sie betet denselben Gott an, sie gründet sich auf dieselben Religionsbücher, Theologie, Kosmogonie, Genealogie, Alles ist ihnen gemeinsam; die Christen betrachten sich als die geis siige Nachkommenschaft des Patriarchen des hebräischen Volkes und rühmen sich seiner Prophezeiungen. Die Existenz der Juden ist daher für den christlichen Glauben von Wichtigkeit. Der Israelitische, Kultus ist unter allen nichts christlichen derjenige, dessen Dogs men ylit den christlichen am meisten übereinstimmen und gegen dessen Erhebung zu' einer im Staate bes gründeten Religion die Christen daher am wenigsten Abneigung hegen können. Der Rang , der der Iss raelitischen Religion ertheilt wird, kann Niemandes Gewissen verletzen-und wird für die bestehenden Religivnen nichts Gefährliches haben, zumal wen» derselbe nicht in Folge einer tadelnswerthen Gleichgüls tigkeit, sondern des Princips der Nützlichkeit wegen ertheilt wird. Was kann man nach dem Gesagten gegen die jüdische Religion einwenden? Wist man den von Philosophen des vorigen Jahrhunderts so oft wiederholten Vorwurf der Ungeselligkeit gegen dieselbe geltend machen? Will man einwendcn, daß, wenn die hebräischen Religionsbücher als die Einlei« tung zum Evangelium betrachtet werden können,;sie gerade da aufhören, wo die Verkündigung dieses. Gesetzes der Gnade und christlichen Liebe beginnt, das die Welt civilisirt und die Mitten, selbst die her