Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Emancipations-Bill für die Israeliten in England und die Bewilligung des Gehaltes der französischen Israelitischen Geistlichkeit aus den Staatskassen, betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 267 (sequence 7)
- Language
- German
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267 wohl an das denkend , was vergangen ist, als an das, was Gegenwart und Zukunft ihm bringen können, und besitzt er mit seinem Nachbarn ein gemeinsames Interesse und einen gemeinsamen Zweck, so erlangt er auch dieselben Gesinnungen, die sein Nachbar hat. Wie hart ist es nun, sich darüber zu beklagen , daß es den Juden bisher an Patriotismus gefehlt habe; cs klingt gerade so, als verlangten wir von Jemand, den wir gewöhnlich zur Lhüre hinauswerfen, die herzlichste Lheilnahme an unfern Familien- Angelegenheiten." 2) F r a n k r e i ch. P a r i s, am 31. Januar 1831. A u s z u g a u s d e m Kommissionsbericht des Grafen von Portalis, in der Pairskammer-Sitzung. — — Der Staat kann nur dann den Geistlichen einer Religion ein Gehalt zu Lhcil werden lassen , wenn er es als nützlich und nothwendig erkennt, mit dieser Religion in gewisser Hinsicht ein Bündniß einzugehen und sie zu dem Range der gefetzlich gegründeten Religionen zu erheben. Von diesem Gesichtspunkte aus hat Ihre KsmmWon die Frager ob den Rabbinern der Israelitischen Religion ein Gehalt aus den Staatskassen zu bewillige» sei, einstimmig bejahend beantwortet; ihre Beweggründe dazu waten folgende: Wie entfernt auf den ersten Anblick auch die hebräische Religion von dem Chris stenrhume zu sein scheint , so ist sie doch von allen