Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Beiträge, die Emancipations-Bill für die Israeliten in England und die Bewilligung des Gehaltes der französischen Israelitischen Geistlichkeit aus den Staatskassen, betreffend
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 266 (sequence 6)
- Language
- German
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den Theile des Hauses eine ° sehe gute Meinung. Da die durchgefallene Bill einen, im Vergleiche zu dev Masse der Bevölkerung, nur sehr kleinen Theil berBrittischen Unterthanen betrifft, so ist׳ es von ge« ringer Wichtigkeit, ob sie ein paar Jahre früher oder später durchgeht, denn, daß sie binnen wenigen Iahreudurchgegangen sein muß, darüber lassen uns die Fortschritte , welche die wahrhafte Humanität in der civiliflrten Welt macht, gar keinen Zweifel mehr. — Das Argument, daß die Juden des Bürgerrechts unwekth seien, weil sie keine patriotischen Erinnerungen Mit uns gemein hätten, Hörte sich anfangs recht gut an, weil Alles, was einem Argumente ähnlich sieht und von einem geistreichen Manne herrührt, willkom- Men ist, wenn es einem Vorurtheile zu Hülfe kommt. Wenn jedoch ein halbes Dutzend Parlaments-Redner hinter einander dieselbe Idee gebraucht und abnutzt, so springt wohl auch endlich das Ungereimte, ׳ was darin liegt, in die Augen. In der That enthält das Argument auch wenig Wahres, denn das am meisten patriotisch gesinnte Volk der neuern Zeit ist eines, das als Nation gar keine Erinnerungen hat, und damit meinen wir die Amerikaner, Selbst die Kolvnisten von Australien , die noch vor kaum M Iah« re» nur Kirchen-Almosen zur Gründung ihrer Kolonien nachsuchten, fangen schon an, einen quasipatriotischen oder Kolonial-Geist zu bekommen, der mit der Zeit sogar beunruhigend werden kann. Wie auch immer die Herren darüber räsonniren mögen, der Mensch thut im Staate seine Pflicht, nicht so-