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Sulamith · 1825-01-01 · Heft 2 · p. Seite 246

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Journal
Sulamith
Volume
7 (1825-1833)
Issue
Heft 2
Article
Gutachten des Großherzoglich Sachsen-Weimar-Eisenachischen Landrabbiners, Herrn Dr. Heß, über die Schrift: Israelitische Glaubens- und Pflichtenlehre für Schule und Haus von Dr. S. Herxheimer
Date
1825-01-01
Page
Seite 246 (sequence 3)
Language
German
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246 ständig, als Möglich, zeitgemäß bekannt mar chen. Hiermit hat der Verfasser die Idee eines jer den für die Jugend verfaßten Religionsbuches (dis ja auch bei einem israelitischen festgehalten werden muß) sehr treffend angegeben, aber es gelang ihm auch, seine Schrift ganz nach dieser Idee zu bearr beiten. Worin das Wesen der israelitischen Relir givn bestehe, darüber ist unter ihren erleuchteten Lehrern nur eine Stimme. Es sind jene hohen Wahrheiten von dem Dasein Gottes, von seinem geoffenbarten Worte und von der Hoffnung auf ein ewiges und besseres Leben; sodanp die Pflichten,' welche der Israelit in seinem Verhältnisse zu Gott, zu seinen Nebenmenschen und zu sich selbst, sowie in besonderen Verbindungen, zu erfüllen hat, und nach dieser Ansicht ist auch der Verfasser in seiner Schrift verfahren und er wußte recht gut, von jenen Leh, ren — wie dieses in einer solchen Schrift nicht anders sein kann — immer nur das Wichtigste und Vorzüglichste aufzunehmen. Sehr zu loben ist es, daß der Verfasser sich nicht vom Geiste des Mysticismus und Obskurantismus verirren ließ, sone dem im Lichte arbeitete, im Lichte der Vernunft und einer gesunden Exegese der Schrift. Dieses beweisen die vernünftigen und allein richtigen Erklärungen, welche er über Lehren giebt, die einen sehr wichtigen Theil im Gebiete der israelitischen Theologie ausmachen. So sagt er (§. 82.) von dem Reiche des Messias: ״Es ist die Zeit, wo die wahre Verehrung des einzigen Gottes so

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