Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Medizin der Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 233 (sequence 4)
- Language
- German
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233 der wieder befreien konnte, der sie gesandt hatte. Diesen Vorstellungen gemäß, bestanden die Kuren in den früheren Zeiten mehr aus Sühnopfern und frommen Werken, als in der Anwendung eigentlicher Medikamente. So sagt noch Sirach: ״ opfere süßen Geruch und Semmel zum Gedcnkopfer; darnach laß den Arzt zu dir." Hieraus geht hervor, daß die Ausübung dev Heilkunst nur in den Händen der Leviten, als des gelehrten Adels und wcltpriestcrlichen Standes, sich befinden konnte. Mit dem Könige Salomon beginnt aber eine neue Epoche, wie überhaupt in den politischen und Wissenschaftlichen Verhältnissen der Israeliten, so insbesondere im Gebiete der Medizin. Wenn auch die Weisheit dieses Königs, von der es heißt, ״ daß sie größer gewesen, denn aller Kinder gegen Morgen und aller Ägypter Weisheit," nicht von dem Umfange gewesen sein mochte< als die Sage späterer Geschlechter sie schildert, so ist es doch nicht unwahrscheinlich, daß er eine für seine Zeit wunderbare Kenntniß der Natur gehabt haben mag, und daß, von ihm an / natürliche Mittel an die Stelle des erwähnten Verfahrens bei Heilung der Krankheiten traten» Es ist bei den alten Schriftstellern oft von einem Buche die Rede , Vas Salomo verfaßt, und worin er die Krankheiten rationell zu behandeln gelehrt haben soll. Dieses Buch wurde, nach Suidas, durch den Ezekias vernichtet, weil es Geheimnisse veröffentlichte, die nur den, Leviten zu wissen znkamen, und mit Methoden bekannt machte, welche diese