Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Die Medizin der Israeliten
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 5)
- Language
- German
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234 nicht anerkennen tpollten; nichts desto weniger läßt sich de« Durchgang deutlich Nachweisen, den es durch Pas ganze Mittelalter bis auf den heutigen Tag, unter den abentheuerlichsten Formen und Titeln, und eydlos vermehrt durch die Schwärmerei aller Iah« Hunderte , gemacht hat. Zn welcher Gestalt es zur Zeit des Zosephus im Volke gelebt habe, ist daraus zu ersehen, daß dieser Geschichtsschreiber sagt (8.2.)r Gstt hat dem Salomo die Kräfte gegeben, durch Beschwörungen die Gottheit zu versöhnen und böse Dämonen zu vertreiben, und diese Behandlung ist biß jetzt noch unter uns als die wirksamste im Ger brauch (vXsiarov ia^osi). Mag also auch die Heit» kunst, wie sie durch diesen König in Schwung kam, keine, in dem Sinne unserer Zeit, rationelle gewesen sein, so war es jedenfalls doch schon ein bedeuten» Per Schritt, sie den Leviten nicht überlassen und zum Gemeingut Aller gemacht zu haben. Mit Salomo's Tode zerfällt bas Reich, die Le» piten entarten, und Gott sendet die Propheten, deren geschichtlicher Beruf es ist, die Noch der Gegenwart durch Hindeutung auf eine bessere Zukunft zu linr dexn. Zhr Stand war nicht an die Geburt gebun» Yen, und ihre Schulen waren Jedem zugänglich. Ihrem Berufe gemäß handhabten sie auch die Mcdi» zin, freilich auf eine religiöse, aber doch freiere Peife, als es von den Leviten geschehen war. Viele ihrer Kuren, namentlich derer des Elieh und Elisa, finden sich in den Geschichtsbüchern des A. T. auft gezeichflet.