Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 182 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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182 die 8te Predigt über das Thema: ״Wir sollen nicht leer vor Gott erscheinen," angespror chen, obgleich die Auslegung ebenfalls von dem Fehs ler des Gesuchten und Willkührlichen nicht ganz frei ist. Aber die Deutung ist hier praktischer und dem Feste angemessener, wenn jene Worte dahin erklärt werden, daß der Israelit, wenn er zur Anhörung des göttlichen Wortes in den Tempel tritt״ mit einem denkenden Geiste, einem empfänglichen Herzen, mit frommem Sinne und kräftigem Willen vor dem Angesichte des Ewigen erscheinen solle. Eben so zweckmäßig ist die neunte, wenn sie die Bitte um das tägliche Brot einfach und eindringlich und mit ächt praktischen Beziehungen abhandelt. Die zehnte Predigt, am Freudenfeste, handelt von den durch sein sollte, daß ich mehrere meiner Predigten, als der zweiten, zwölften und dreizehnten, rabbinische Aussprüche zum Grunde legte, dem sei die Erklärung gegeben: daß ich angehenden israelitischen Theologen und Volksredncrn eine Probe geben wollte, wie diese alten Sätze für die neue Zeit und die neuen Geschlechter zu nützen sind und wie man auch diesem unscheinbaren Stoff die Form einer Pre- -igt, der Form aber den Geist ächt israelitischer Frömmigkeit geben könne, und wie grundlos demnach die Behauptung sei, welchem undenkende Menschen für wahr annehmcn, daß man als israelitischer Volkslchrer keine Predigt, d. h. keinen logisch geordneten, nach dm Regeln der Homiletik verfaßten, religiosen Vortrag halten könne." D. H.