Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 181 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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:.181 \־-- Predig/ gefallen, wo des BehcrzigenswertheN und Angemessenen sehr Vieles und auf eine zum Herzen sprechende Art gesagt ist. Es folgen nun vier Predigten am Hüttenfeste. Die erste gicbt viel treffliche Anweisungen zur Gründung und Befestigung deö häuslichen Glücks. Die zweite handelt von der guten Erziehung der Kinder. Die Ableitung dieses Thema aus dem Festgebrauche scheint doch etwas zu gesucht. Man kann, sinnbildlich deuten, aber es muß sich auch Nachweisen lassen, daß die Deutung wirklieh in den Symbolen liege; sie darf nicht ganz willkührlich sein. An dem Feste soll der Israelit die sogenannte Paradiesfrucht und Zweige von Palmen, Myrten und Weiden nehmen und seine Hütte damit schmücken. Dies deutet denn der Verf. dahin, daß man bei der Erziehung der Kinder den Sinn für das Schöne, Große und Erhabene, Gute und Treffliche, Bescheidenheit und Anspruchlosigkcit entwickeln solle. Diese Deutung ist gesucht und willkührlich, denn dev Gesetzgeber hat b'ei jener Vorschrift durchaus nicht daran gedacht. Auf diese Art läßt sich freilich aus dem Symbolischen alles' herausdeuten. Eine solche Nabbinische Auslegungsknnst wurde auch von einigen Kirchenvätern in den frühern Zeiten des Christenthums angewendet; sie begründeten dadurch die Mystik, und die Entstellung der einfachen Gotteskehre war die Folge davon. *) Weit mehr hat uns *) In der Vorrede zu diesen Festpredigten sagt der Herr Verf. unter andcrm auch Folgendes: ״Wem es auffallend ä