Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 183 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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183 Maimonides aufgestellten 13 Grundlehren der mosaischen Religion, die kurz und mit kräftigen Bemerkungen dargestellt werden. Die elfte Predigt bezieht sich auf das nämliche Fest und beantwortet die Frager ״ob uns die Religion auch nicht zurückführe." Zu dem Ende bezeichnet sie nach Psalm 19, 8—10 die göttliche Lehre als vollständig und die Seele labend; als treu und Weisheit spendend; als gerade und als Gebot der Liebe das Herz erfreuend; als lauter und erleuchtend, weil ihr Wesen Licht ist; als rein und ewig bestehend; als wahr und gerecht (zweckmäßig), wobei denn der Verf. auch das Zweckmäßige in de» anbefohlnen Gebräuchen zu zeigen sucht. Wenn der Vers, in dieser, so wie in mehreren seiner Vorträge überall auf den Gebrauch der Vernunft in Religivnssachen, auf richtiges Verstehen der heiligen Schrift dringt, so hat er darin unfern ganzen Beifall. Auch Maimonides sagtr ״Das Band, das denMenschen und die Gottheit eng verknüpfet, ist die Vernunft," und Aben Esra: ״Ein Engel steht zwischen Gott und dem Menschen; es ist die Vernunft." Das ist freilich eine andere Lehre, als jene : daß es überall mit der Vernunft nichts sei. Aber diese für wahr und jene für falsch erklären, das kann nur der, der selbst im Dunkel der Unvernunft wandelt. Schön schließt zuletzt dieser Vortrag: ״So freuet euch, ihr V e r n ü n f t i g e n! — huldigt ihr, sie ftthrt euch nicht zurück: Vernunft ist ihr Element! — So freuet euch, ihr Armen am Geiste! Fragt sie um Rath