Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 171 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- spine
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633--07882-2311567- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
den Meinung Sbereinstimmst. Die Form will man habenum ihr Wesen bekümmert man sich wenig; ja diese Form sieht man für das Wesen selbst an und hält es für unbestreitbar/, daß auch die Gott» heit/ gleich einem Mensche»/ nur auf dieselbe sehe und einst darnach richten werde. Ist es noch nöthig/ anjuführen / welches unselige Wehe dieser Mißverstand über die Menschheit gebracht hat und leider noch bringt? Soll ich an jene blutigen Verfolgungen der Ketzer/ an-jene verheerenden Religionskriege erinnern? Die anderweitige Kultur in mehreren Euro- Mischen Ländern hak das Übel gemildert/ aber nicht vertilgt. Man hat die üppigsten Auswüchse des Giftbaums abgehauen / aber die Axt nicht an die Wurzel gelegt und so grünt und blühet er noch immer fort und wartet nur einer günstigen Witterung von außen/-um schnell seine finstern Äste wieder über die Erde auszustrecken und mit seinem Hauche die Länder zu verpesten. S.ahen wir denn nicht in unserm Zeitalter neue Reibungen zwischen Protestantismus und Katholicismus? Wurden keine widerstrebenden Kräfte geweckt/ als die Vereinigung der Nachfolger Luther's und Fwingli's erfolgen sollte? — Hörten wir nicht laut im Brittischen Parlamente die Gründe aussprechen/ warum die Emancipation der Juden zu verwerfen sei? Werden nicht eben diese ihrer Religionsform wegen noch in vielen Ländern des Genusses der völligen Bürgerrechte für vnwürdig erklärt? Verstärket der Staat eheliche Verbindüngen zwischen Juden und Christen? Wahrlich/