Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension] / R.
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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170 sich das innere religiöse Leben durch eine Äußere Form, d. h. durch die subjektive Ansicht welche der menschliche Geist von göttlichen Dingen sich gebildet hat, sichtbar kund thut, uyd dann spricht man von verschiedenen Religionen, von Veränderung der Religlvn u. s. w. Za dieses Irdische des Begriffes (denn so möchte ich wohl alles das bezeichnen, was zur eigentlichen Glaubensform gehört, weil es nur für den Erdenbürger, nicht aber für die Seele über- Haupt, unabhängig von ihrer Offenbarung in einem irdischen - Körper und/ von ihren Verhältnissen auf der Erde gedacht, da sein kann) wird nun in den Augen des großen Haufens (und dazu gehören in diesem Falle leider die meisten Menschen , ׳sehr wer nigo ausgenommen,) gerade die Hauptsache, weil es als die sinnliche Seite am meisten hervortritt und sichtbar sich eines Jeden Blicken darstellt, während das innere Wesen, die wahre innere Religion, als das rein Geistige und unsichtbare, wenig Aufmerksamkeit erregt und ohne jenes Kleid kaum einer Berücksichtigüng gewürdigt wird. Magst du in dem Innern deines Gemüths noch so innig an Gott hängen, magst du dich noch so sehr bestreben, alle« beineu Reden und Handlungen das Gepräge deiner innern Heiligkeit aufzndrücken, du bist nie sicher, für einen Mann ohne Religion gehalten, ja des göttlichen Mißfallens selbst und somit der Verachtung und Verfolgung von Seiten deiner Mitmenschen würdig erklärt zu werden, wenn du in deinen Ansichten von Gott und göttlichen Dingen nicht mit Ser herrschen-