Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Das Paradies
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 167 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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dem Menschen als solchem, d. h. als denkendem oder doch geistig bewegtem Wesen, zu thun hat, so bleibt nvthwendig von ihrem eigentlichen Gebiete derjenige manfängliche Zustand ausgeschlossen, wo die Mens schen noch im unmittelbaren Zusammenleben mit der Natur befangen waren, und eine bloß thierische ED stenz hatten. Diesen Zustand bezeichnet die heilige Schrift der Hebräer mit dem Namen des Paradieses, so wie er in de« Erinnerung aller Völker als gvldes nes Zeitalter der Erde fvrtlebt. Dieses paradiesische Leben ist gleichsam als die Einleitung und der Pros dromus zur Weltgeschichte zu betrachten; der Geist, hier noch ganz an die Materie gebunden, ist nicht zum Bewußtsein seiner selbst gelangt, und der Mensch unterscheidet sich hier nur insofern von dem Thiere, als ihm die Fähigkeit inwohnet, sich überhaupt von demselben zu unterscheiden. Daß aber eine solche absolute Herrschaft der Materie nur von kurzer Dauer gewesen sein könne, leuchtet einem Jeden ein, der bas Wesen des Menschen begriffen hat, wenn er auch Die tief philosophische Andeutung in der Genesis, wo gleich das erste Menschenpaar aus dem Paradiese verstoßen wird, unbeachtet läßt. Der Mensch ist die Krone der Schöpfung und der Herr aller Creatur, weil er einerseits das letzte und vollendeteste Gebilde der Naturthätigkeit ist, und weil ihm anderseits eine Kraft beigegeben ward, vers mittelst deren er sich diesem seinem natürlichen Bor den entreißen, die blinde Nothwendigkeit seiner Ors ganisation überwinden, und für sich sein soll im