Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige Schicksale des berühmten Rabbinen R. Lippmann Heller, in den Jahren 1629-1644 von ihm selbst beschrieben
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311255--07859-2311548- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Lublin,*) Ehe sie zurückkehrten, war Prag eingenommen worden. Er ließ daher seine Frau in Wien bei einer dort wohnhaften Tochter, und ging nach Brisk zu seinem daselbst wohnhaften Sohne Lewe. Hier erhielt er einen Ruf nach Stamirew in Litauen, als RabbinatsrAssessor (Ab-Beth-Din) auf drei Jahre. Man bezeigte ihm viel Ehrerbietung in Brisk, und bald begab er sich mit feinem Hausstande nach Stamirew, wo er die erwünschteste Aufnahme fand, und bald auf noch drei Jahre länger angestellt wurde. Die Kaiserlichen nahmen im Frühjahre 1632 Prag wieder ein. Seine Familie kehrte aus Wien dahin zurück. Der Sohn seines Wohlthäters ehelichte eine׳ seiner Töchter. Glück und Wohlstand erheiterte wies der die ganze Familie, die ihn bald hierauf mit einem Besuche in Stamirew erfreute. Hier blieb er jedoch nicht länger. Man berief ihn nach Wladimir in Wolhynien auf zwei Jahre, als Oberhaupt über vier Gemeinden dieser Provinz. Dort war er vom Frühjahre 1634 bis 1636° Von da ward er nach Primisla auf drei Jahre berufen, und Wladimir erkannte ihn auch noch vier Jahre länger an. — Auf diese Weise war er Rabbiner von mehreren Gemeinden verschiedener Städte zu gleicher Zeit, und sein Ansehn war bedeutend gestiegen. Hier bestrebte er sich vorzüglich, die schon seit *) Vor seiner Abreise ward er ersucht, in der Mäuschelschcn Synagoge zu predigen, woraus man sieht , daß die Prager mit ihm wieder versöhnt waren»