Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige Schicksale des berühmten Rabbinen R. Lippmann Heller, in den Jahren 1629-1644 von ihm selbst beschrieben
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 151 (sequence 11)
- Language
- German
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151 armen, verlassenen und beschimpften Mattn keine kleine Aufgabe fei. Der Hofmann vertröstete ihn auf eine bessere Zukunft. , ׳■;'־•. So war Rabbi Lipmann das Opfer der Zwietracht und der Eitelkeit geworden. Beschämt, verarmt und tief bekümmert reiste er im October 1623 nach Prag, wo er in eine Krankheit verfiel, die ihn drei Monate hinter einander ans Zimmer fesselte. Während dieser Zeit verordnete Rabbi Lipmann, daß der Tag seiner Verhaftnehmung in seiner Familie auf ewige Zeiten ein Fasttag sein solle! Unterdeß bewirkte Abraham, der Sohn des oben genannten Jakob', bei seinem Aufenthalte in Wien, einen Beschluß von Seiten Sr. Kaiserlichen Majestät, vermöge dessen Rabbi Li p m a n n wieder in allen Provinzen des römischen Reiches und so weit sich die Macht des Kaisers erstreckte, für rabbinatswahlfähig erklärt wurde. Die Terminal-Zahlungen wurden, obwohl unter unsäglichen Schwierigkeiten Und nur durch den Beitritt edler Menschenfreund?, ja sogar der Prager Gemeinde, welche die völlige Verarmung ihres gewesenen Rabbinen vor Augen sah, richtig , abgehalten. Im Sommer 1631 war er schuldenfrei. Damals verheiratheke er seinen jüngsten Sohn, in Lublin, mit einer Enkelin des berühmten Arztes R. Salomo Luria. Er ließ seine drei noch unvcrr hcirathcten Töchter bei einem seiner in Prag ansässigen Söhne, und reiste mit seiner Frau, einem verheiratheten Sohne und dem Bräutigam zur Hochzeit nach