Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Merkwürdige Schicksale des berühmten Rabbinen R. Lippmann Heller, in den Jahren 1629-1644 von ihm selbst beschrieben
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 149 (sequence 9)
- Language
- German
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Mal so viel ln Vermögen habe, Häher sei die Nichts zahlung nur böser Wille. Doch versprach er, sich für denselben zu verwenden, zumal da die Fürsprecher betheuerten, daß es sich nicht also verhielte. Nach wenigen Tagen erklärte er ihnen, er habe beim Kaiser ״ eine Ermäßigung der Lösüngssumme erwirkt, die nuns mehr auf 10000 Fl. unwiderruflich festgesetzt sei. Er fügte hinzu, daß ja alle Juden gern zur Lösung ihres Rabbinen beitragen würden. Alle ferneren Eins Wendungen wies er zurück. Endlich erlangte der immer noch verhaftete Rabbi Ltpmann die Genehs migung einer Terminzahlung, nämlich 2000 Fl. sogleich, 1000 Fl. nach sechs Mochen-und das Übrige in viers teljährlichen Raten» / Jakob Schmiilas machte den Anfang, indem er für den Rabbinen die 2000 Fl. sogleich einsandle, die er aus eigenen Mitteln opferte. Vieles wurde außerdem freiwillig hergeschvssen, so daß Rabbi Lips mann seiner Erlösung entgegen sah. Allein ehe er noch aus dem Kerker entlassen wa'k, traf ihn ein weit härterer Schlag. Die Prager Gemeinde s Vors sicher, seine Feinde, bewirkten beim Kaiser einen Absctzungsbefehl, den der Kanzler dem unglücklichen Rabbi Lipmann erössnetc. Alle Eingaben und Fürs spräche der angesehensten Männer blieben fruchtlos. Der Rabbi fühlte seine Schmach tiefer, 0B. alles bisherige Elend. . Endlich, etwa sechs Wochen nach seiner Vers haftnehmung, ward er auf Bürgschaft entlassen. In