Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Religiös-moralische Reden
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 133 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Der Zweck der Menschennatur, meine Brüder, spricht sich in den Worten aus r -Keiner für sich allein, Jeder für Alle! Dieses bewog schon unsere frühesten Vorfahren, den isolirtcn Naturzustand zu.verlassen und eine Gemeinde des Herrn zu bilden, zur gemeinsamem Ausbildung des Guten. In dem göttlichen Rufe: ״um zehn Gerechter willen werde ich nicht verder- Len"*) vernehmen wir die höhere Billigung dieses Vorhabens; einem Vereine, und wenn er auch nur aus zehn Tugendhaften bestände, wird Schonung zuger sichert. Da es nun keine Gesellschaft vernünftiger Wesen ohne freie Willens-Neigung geben kann, so muß jeder Verein nothwendig auf einem gewissen Vertrag beruhen, woraus die wechselseitigen Rechte und Pflichten hervorgehen, welche die Gesellschafts-Glieder mit einander verbinden. L r e u e der Einzelnen in Wort und That, in gehöriger Würdigung und pünktlicher Erfüllung der übernommenen Verbindlichkeiten; Gesetzlichkeit der Oberen in sorgfältiger Führung der ihnen anvertrüuten Verwaltung, und Eintracht zwischen Haupt und Gliedern sind die unerläßlichen Erfordernisse zur Aufrechthaltung eines solchen gesellschaftlichen Vertrags. Dies ist der /Sinn des'angeführten Satzes aus den Sprüchen der Väter: - ״Treue, Gesetzlichkeit und Eintracht sind die Grundpfeiler eines jeden Zusammenlebens." **) *) Gen. 18, 32. .**) Olam :Zusammenleben, nach den vorzüglichsten Commentatoren. vu. Iahrg. L, Band, 10