Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vorwort zu einer Übersetzung nützlicher Stellen aus dem Talmud und der ihm gleichgeachteten Schriften
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 128 (sequence 9)
- Language
- German
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liges Leben kann mir den Genuß derselbrn bewirken; sollte ich sie aber nicht genießen, so finde ich schon darin Beruhigung, daß ich, nach dem Beispiele meiner Vorfahren, eben so, wie sie, für das künftige Geschlecht arbeite." (Midrasch.) Moralische Sätze. י Gott ziehet die Ehrfurcht vor unfern Eltern der gegen ihn vor; denn von der Ehrerbietigkeit gegen ihn heißt es (Prov. 3,9.)* ״Ehre den Ewigen von deinem Gute." Diesem zufolge ist es nur die Wohlhabenheit, die uns zur Ausübung der mit Kosien verknüpften göttlichen Gesetze verpflichtet. Aber von der Ehre, die wir unfern Eltern schuldig sind, heißt es unbedingt: ״Ehre deinen Vater und deine Mutter;" das will sagen, selbst wenn du dein eigenes Brot erbettelst, bist du dennoch von der Pflicht, Vater und Mutter zu ernähren, nicht befreit. (Psikta Nabst.) Der Mensch hat zwei Hände, wenn er mit einer Hand stiehlt und mit der andern Allmoscn spendet, hebt das Wohlthun der einen die Sünde der andern nicht ans. (Midrasch.) Kraft des Verbotes! . Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volke (Lev. 19, 16.), ist es dem Richter verboten, der durch das Gericht beschuldigten Partei zu sagen: ״Ich war für deine Rechtfertigung; aber meine Amtsgenossen, die mir zuwider waren, haben durch Mehrheit der Stimmen das Übergewicht erhalten." (Sanhcdrin 31.)