Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vorwort zu einer Übersetzung nützlicher Stellen aus dem Talmud und der ihm gleichgeachteten Schriften
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 129 (sequence 10)
- Language
- German
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Rabbi Elieser, der Sohn des Asarja, sagte: ,/Die Israeliten sind von den Ägyptern nur aus Eigennutz geduldet worden, dennoch verbietet uns das Gesetz, sie zu verabscheuen," (Deut.23, 8.) Wie human muß also vielmehr unser Verhaktem gegen den sein , der unser Wohl beabsichtigt. (Siphri.) Wenn dein Freund dich zuerst mit Linsen bewirthet, du aber bewirthest ihn nachher mit Fleisch , List du dennoch immer sein Schuldner; aus der Ursache, weil er den Anfang gemacht hat. (Midrasch.) Ein Gelehrter , der nicht dem Gesetze nachlebt, ist Ursache,'daß dasselbe das Ansehn unter dem Volke verliert. So z. B. ist es, wenn einer im Namen des Gesetzes die Verletzung des Rechts, Bestechung und Bedrückung der Armen verbietet, sich aber kein Gewissen daraus macht, solches selbst zu thun. (Midrasch.) VII. Religiös-moralische Reden, gehalten von Bernhard Beer, in Dresden. Vorwort. 2bcnn Verfasser dem mannigfach ausgedruckten Wunsche Raum giebt, nachstehende Reden der Zeitschrift Sulamith anzuvertrauen und sie dem Urtheile