Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Vorwort zu einer Übersetzung nützlicher Stellen aus dem Talmud und der ihm gleichgeachteten Schriften
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 124 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2304627-2304631-2304633-2311247--07816-2311520- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Feinde dev Israeliten alle Rabbinische Grillen uns vorlegen, mögen sie das Innere des Rabbinismus durchwühlen und noch so viel Unmenschlichkeit da auft finden: sie werden doch nicht an den Lag legen können, daß nach Rabbinischen Grundsätzen dem Juden erlaubt sei, an solche Grausamkeit gegen andere Relrgionsgenössen zu denkendie die damals sogenannten frommen Christen, ja sogar manche Päbste, mit fanatischer Wuth gegen die Juden ausgeübt haben. Beispiele davon liefert leider die Geschichte genug.*) Oer beste Weg, den man einzuschlagen hat, die Ehre des Jndenthums, so weit es mit der Wahrheit bestehen kann, zu retten, ist, alle die im Talmud und dessen Apvcryphen, Midraschim u. s. w. befindliehe gute Stellen anzuführen und zu übersetzen. Unleugbar wird sich daraus ergeben, daß die wenigen schlechten Stetten (ich verstehe unter schlechten Stellen bloß schädliche, nicht aber lächerliche) in Verhältniß der vielen guten**) gar nicht in Betracht zu kommen verdienen. Der zweite Nutzen dieser Sammr lung ist, daraus einen Katechismus verfassen zu können, der für die Israelitische Jugend, besonders für die in Polen, wo der Talmud bei den Juden noch das non plus nlti-a ist, bestimmt sein soll. Dadurch wird sowohl der etwa bereits eingeschlichcne Religionshaß verbannt, als auch einem neuen Einschleichen desselben ein Damm entgegen gestellt werden. *) S. Malo liistoire des Juifs. **) Der Talmud, ohne Aboth, enthalt 500,