Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Megt , das liebe warme Herz ihrer Kleinen auf das Gute hinzurichten, so bedürfen sie doch einer Hülfe, welche das Versäumte nachzuholen, auf dem gelegten Grunde fortzubauen strebt. Denn.Jugendbildung, wie bedeutend, wie wichtig ist sie! Wollt ihr die We des Hauslebens, die Wiege der Menschheit, kennen, sehet sie. Was Großes und Edles, und Gutes und Schönes je.geschehen ist, und noch ger schieht, cs keimte gewöhnlich aus der Saat, die in der Kinder Brust gesenkt, es blühte aus dem Samen, dev in ihr weiches Herz gepflanzt worden. Was ist gläubiger, unschuldiger, liebefähiger, als die Seele' eines Kindes, das noch nicht vom Welthauche berührt, auf den Armen der Liebe groß gezogen und in den Eltern höhere Wesen sieht? Welcher Boden ist ergiebiger, fruchtbringender, als der eines Kim des? Aber wo wird auch das Versäumen der Aussaatszeit stärker gefühlt, als beim Kinde? Greift es nicht in das ganze Wesen des Kindes ein? ist es nicht auf sein ganzes Lebe» wirksam, wenn sein Gemüth nicht auf das Göttliche gerichtet, wenn der Schleier nicht gelüftet, hinter welchem der Unendliche verhüllt steht in eines jeden Menschen Brust, wenn die Decke nicht abgenommen, Hinter welcher das Strahlenantlitz, wie bei Moses (EM. 34, 35.), sich verbirgt? Und ist dieses bei jedem Menschen schon, wie erst bei Israels Volk, das getheilt ist in Sinn und Denkart, das oft schwankte, geschehen? — Aberglaube und Unglaube — das bald Alles verwarf, bald Alles annahm , bald Alles heiligte, bald Wes