Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 114 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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114 schöpfen wollt? Was wird׳ es fruchten, wenn ihr das Gesetz gehört, begriffen habt, cs aber nicht ause üben möchtet? Wollt ihr jenen Israeliten nicht gtci# chen, die an diesem Tage jene inhaltschweren Worte sprachen: ״thun wollen wir und dann hören." Wollet ihr erst hören, dann befolgen, so muß aber am Ende doch diese Ausübung erfolgen. Denn, ach, der Thoren! die hier Gott anbeten, draußen sein vergessen; hier dem Heiligen Treue schwören, draußen treulos handeln; hier dem Menschen Liebe betheuern, draußen lieblos verfahren; hier die׳ Feier verkünden, draußen sie entweihen. Nein, hier soll das Körnlein geworfen werden auf die Flur eures Herzens , draut ßen aber müssen wir köstliche Garben binden; hier soll euer Wille gestählt, durch das Gebet geheiligt, durch das Wort bestimmt werden, draußen aber muß die Lhat sich zeigen; hier soll der Wille keimen, dev Vorsatz blühn, der Entschluß reifen, draußen zur Frucht übergehen. Ja, dienet ihm mit Treue, lasset die That dem Worte nicht zuwider laufen, lasset hier den Gottesdienst beginnen, draußen ihn treu vollenden. ״Wie Morgcnroth wird dir dann dein Licht hervorbrechen, Genesung dir bald entsprießen;" erkennen werdet ihr: ״daß Großes für euch geschehen." ää III. Der Jugend eine angemessene Richtung zu geben, ist endlich die dritte und wichtigste Pflicht/ und sie wird auch die meine sein. ׳'. Der Vater, die Mutter, obgleich ihnen zunächst