Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 113 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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113 entwerfen werde: so wird cs nicht aus Lieblosigkeit geschehen/ nicht der Erguß sein eines bösen Herzens, das Gefallen findet an der Nichtswürdigkeit eines Nebenmenschcn. Nein, nur die Liebe zu euch, das Bestreben, euch heranführcn zu wollen zu der Höhe des Glaubens, wird mich führen, wird mich leiten, wird Worte mir in den Mund legen. Und nicht das Wort allein, das verhallende, soll euch verkündet werden; auch die That, die bleU bcnde, soll mein Vortrag sein. Die That soll verkünden und bewähren, baß ich selbst von dem durchdrungen bin, was mein Mund dir empfiehlt. Ich werde dir vvrangehen auf dem guten unt> rechten Wege. Ich werde mich freuen mit dem Fröhlichen, weinen mit dem Weinenden. Ich werde mit dir danken, mit dir trauern, mit dir jubeln, mit dir klagen , dich aufrecht halten in Len Zeiten des Glücks, dich trösten, wenn Unglück sich um deine Hütte lagert. Und was du im Kleinsten mir auch aufträgst, mein Amt! ich will es vollenden mit dem Bewußtsein, daß ich im Namen des Größten hier bin. Werde ich aber das dir sein, so müßt ihr, m. v. Z., mir in dieser feierlichen Stunde geloben, die Gesetze Gottes befolgen zu wollen, dienen zu wollen dem Herrn mit Treue. Ihr habt ein neues Gottes- Haus, das Wort Gottes wird euch darin gelehrt werden. Was wird es aber frommen, wenn diese Gottesverehrung auf dieses Haus sich beschränkt? Was wird es nützen, wenn ihr -die Quelle Gottes dahinrieseln lasset, hell ünd ssüß, und nicht daraus