Sulamith
- Journal
- Sulamith
- Volume
- 7 (1825-1833)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Verhältnisse der Israeliten im Großherzogthum Oldenburg
- Date
- 1825-01-01
- Page
- Seite 112 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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dem Munde Moses, mit schwerer Zunge zwar, aus dem Munde Amos, des stammelnden, konnte wirs kungslos nicht zurückprallen. Die Wahrheiten der Religion will ich euch zeigen , ihren Einfluß auf Geist und Herz, zeigen, wie die beiden Schwesten, Religion und Moral, nicht getrennt »sein dürfen, sollen sie das Sündcnmaaß, das zwischen Himmel und Erde schwebende, hinwcgführen aus diesem Lande (Zach, 5, 9.); anregen will ich euch zur Liebe gegen alle Menschen, euch , vertraut machen mit .dem Geiste dcs^ Zsraelitenthums, der keinen Unterschied kennt in der Liebe gegen den Ncbenmenschen, der,da befiehlt, daß bas Herz, wie das Gotteshaus, offen sein muß allen Menschen; überzeugen will ich euch, wie die Wahrhciten unsrer Religion mit Bürgerpflicht und Bürgerlügend in Eintracht leben können und müssen, wie es schön und lieblich ist, wenn diese Brüder, wenn diese Schwestern in Eintracht, beisammen wohnen; stellen will ich euch auf jene Anhöhe/ von welcher aus ihr das Land der Unsterblichen sehen könnt, daß ihr nicht nur erschauen, wohin ihr auch kommen könnt, durch Religion, durch Recht und Tugend; warnen will ich euch, bald in Jesaias Eifer, bald in Davids Milde, vor dem Laster, ״das mit Unheil schwanger geht, und Verderben gebiert." Und wenn ich keinen Frieden verkünde, wo kein Friede ist; wenn ich die Schuld den Augen derer nicht entrücke, die sie begangen; wenn sich mancher-unter euch, meine Lieben, durch mein Wort berührt fühlt, wenn sich mancher wieder findet in dem Bilde, das ich.